Helena Kersting

Bewegungen in naturwissenschaftlichen Narrativen

Um in die politische Debatte zum komplexen Thema der globalen Klimakrise und ihrer (gestalterischen) Lösungsversuche einzusteigen, bedarf es neuer Zugangsformen zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.
Im Vergleich zum heute breiten Angebot individueller Recherchemöglichkeiten kann mit der nach „Vollständigkeit“ strebenden Themenexegese in Umweltausstellungen wenig angefangen werden, zumal dort umgekehrt auch der Fokus auf wesentliche Zugangspunkte verloren geht. Wie gestaltet man also solche Ansätze, die wissenschaftliche Erkenntnisse nachvollziehen und die gleichzeitig die räumliche Vorstellung zur weiteren thematischen Auseinandersetzung anregen?
Dieser Versuch basiert inhaltlich auf Fragmenten recherchierter, naturwissenschaftlicher Narrative und fokussiert formal deren wesentliche, universelle Bestandteile: Ort, Maßstab und Prozess. Die Vorgabe des Recherchethemas und den räumlichen Rahmen bildet ein lokales Ökosystem – in diesem Fall das Wittmoor in Hamburg.
Mit einer Gruppe aus 8 Leuten wurden also die Bewegungen aus den Narrativen zu Moorgenese, Torfmooswachstum und Stoffabbau performativ vor Ort erprobt – optisch als auch praktisch unterstützt durch monochrome Overalls, Skalierungsmeter und Orientierungsstäbe.

Bewegungen in naturwissenschaftlichen Narrativen