Mara Recklies & Henk Müller

Mara Recklies & Henk Müller

What if we queer up design.

Es gibt kein neutrales, objektives oder universell funktionales Design. Unser Denken und Handeln – und damit auch unsere Gestaltung – sind geprägt von den soziokulturellen, wirtschaftlichen oder politischen Kontexten, in denen sie entstehen. Auch in die Designdisziplin sind die Strukturen eingeschrieben, die Menschen aufgrund von Merkmalen (wie Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Hautfarbe etc.) diskriminieren bzw. privilegieren: zum Beispiel in der Herstellung von Designprodukten, ihrer Vermarktung oder ihrer Nutzung. Wie können Gestalter*innen dieses Wissen in ihrer Praxis anwenden? Wie viel Einfluss haben sie? Und kann man überhaupt vermeiden, mit der eigenen Arbeit unterdrückende Systeme zu reproduzieren?

Gemeinsam möchten wir diese Fragen anhand von Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag offen mit der Gruppe besprechen – wobei im Mittelpunkt steht, die eigene(n) Rolle(n) zu reflektieren. Im Rahmen des Workshops wird Mara zu Beginn eine kurze Einführung in ihre Auffassung von intersektionalem Feminismus geben und dann über ihre persönliche Erfahrung mit der Umsetzung sprechen. Im Anschluss wird Henk seine Masterarbeit zum Thema "Queer Design - (De)Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit" vorstellen.

Alle Teilnehmer*innen sind herzlich eingeladen, im Anschluss daran ebenfalls Projekte vorzustellen oder auch mitzubringen, an denen sie gerade arbeiten um sich anhand dieser konkreten Beispiele auszutauschen. Ziel des Abends sind weder Bewertungen noch vernichtende (Selbst)Kritik, sondern feministische Denk- und Handlungsweisen kennenzulernen und in einem Gespräch auf gemeinsamer Augenhöhe anzuwenden.

(Workshop nach einem Konzept von Mara Recklies und Anja Neidhardt: depatriarchisedesign.com, mararecklies.de)

Mara Recklies & Henk Müller